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Franz Grillparzer

Franz Grillparzer - book author

Franz Seraphicus Grillparzer war ein österreichischer Schriftsteller, der vor allem als Dramatiker hervorgetreten ist. Aufgrund der identitätsstiftenden Verwendung seiner Werke, vor allem nach 1945, wird er auch als österreichischer Nationaldichter bezeichnet.

Franz Grillparzer is the author of books: Der arme Spielmann, Medea, König Ottokars Glück und Ende, Das goldene Vließ, Die Jüdin von Toledo, Der Traum ein Leben, Sappho, Weh dem, der Lügt!, Des Meeres und der Liebe Wellen, Ein Bruderzwist in Habsburg


Author books

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Title
Description
01
Eine schlichte, stille Geschichte. Grillparzer thematisiert in seiner Rahmennovelle den tragischen Kontrast zwischen universellem Kunstanspruch und tatsächlichem künstlerischem Vermögen. Der prinzipientreue Spielmann Jakob ist von seiner Berufung zum Geiger überzeugt, obwohl sein offensichtlich dilettantisches Spiel beim Publikum keinerlei Anklang findet. In diesem Widerspruch zwischen Unvermögen und leidenschaftlicher Liebe zur Musik spiegelt sich die völlige Entfremdung des Protagonisten von der Gesellschaft, die der Erzähler distanziert, aber auch mitfühlend schildert.

"The Poor Musician" is an autobiographical novella by Austria's famous dramatist and poet Franz Grillparzer (1791-1872): Rounded and compacted, and yet saturated with the sad tragedy of his own isolation it is the most artistic work we have from his pen. For the student of Grillparzer-psychology it is a veritable treasure trove. "The Poor Musician" was the one piece of his creative genius that unflinchingly grappled with the great problem of resignation; the one piece that pictured resignation; but also the one piece that made resignation itself tragic. --- The poor, half-witted fiddler, shipwrecked in life, coddling his woe as the last sweet treasure it has left him, pouring it forth in the midnight solitude of his chamber in music that is music to none but the illusioned player such is resignation.
02
Franz Grillparzer (1791-1872) war ein österreichischer Schriftsteller, der vor allem als Dramatiker hervorgetreten ist. Grillparzer studierte an der Universität Wien Rechtswissenschaften. Ab 1821 arbeitete er im Finanzministerium, danach als Archivdirektor bei der kaiserlich-königlichen Hofkammer. Grillparzers poetische Anfänge wurden von der Romantik beeinflusst. 1817 wurde seine Schicksalstragödie Die Ahnfrau, welche alsbald über alle deutschen Bühnen ging, mit außerordentlichem Erfolg aufgeführt. Die Stärke Grillparzers lag in der Entwicklung des Liebesgefühls zu einer dramatischen Handlung, weshalb in gewissem Sinn die Tragödien Sappho (1818) und Des Meeres und der Liebe Wellen (1831) als seine vollendetsten Werke gelten. Von 1821 an, als im Wiener Hofburgtheater die Trilogie Das Goldene Vließ (1822) mit Erfolg aufgeführt wurde, zählte Grillparzer etwa ein Jahrzehnt lang zu den begünstigten Dramatikern. Zu seinen Werken zählen auch: Das Kloster bei Sendomir (1817), Ein Treuer Diener seines Herrn (1830), Der Arme Spielmann (1848), und Die Jüdin von Toledo (1855).
04
Das goldene Vließ ist ein Drama in 3 Teilen von Franz Grillparzer aus dem Jahr 1819.

Dieses Werk ist das umfangreichste Grillparzers, als Vorlagen dienten das antike Argonautenepos von Apollonios von Rhodos und Medea von Euripides. Die Uraufführung erfolgte am 26. und 27. März 1821 in Wien.
Inhaltsverzeichnis

1. Teil – Der Gastfreund
2. Teil – Die Argonauten
3. Teil – Medea
06
Der Traum, ein Leben, das Calderons "Traum-ein Leben" und Voltaires "Le blanc et le noir" zum Vorbild hat, ist im Stil des Barocktheaters der Wiener Volksbühne geschrieben. In dem märchenhafte Züge enthaltenden Drama verschwimmen Traum- und Wirklichkeit ineinander.

Rustan, der Held des Dramas, für den Tun und Handeln wichtig sind, zieht tatkräftiges Handeln der Muße vor. In seinem Wunsch nach Größe und Heldenhaftigkeit sucht er durch die Ermutigung des Sklaven Zanga den Weg aus der Eintönigkeit des Daseins in der Hütte seines Onkels. Als Rustan mit Hilfe Zangas den Fürsten von Samarkand vor einem wilden Tier rettet, verspricht ihm dieser seine Tochter Gülnare und das Königsreich. Auf dem Weg zu Ruhm und Reichtum verfällt er aber durch die Listen Zangas dem Verbrechen und kehrt daraufhin reumütig in sein früheres Dasein zurück. Nur das Erwachen aus dem Traum ermöglicht ihm die Flucht vor dem Abgrund. Rustan gelangt am Ende zur Einsicht, dass Größe und Ruhm zu viele Gefahren in sich bergen.
07
Sappho ist ein Drama von Franz Grillparzer aus dem Jahr 1818.

Das Trauerspiel in fünf Aufzügen handelt von der unerwiderten Liebe der antiken Dichterin Sappho zu dem Jüngling Phaon. Es wurde im Burgtheater in Wien 1818 uraufgeführt.

Handlung

Sappho kehrt von den Olympischen Spielen zurück, bei denen sie für die Rezitation ihrer Gedichte und Gesänge mit dem Siegeskranz ausgezeichnet wurde. Sie wird von ihren Landsleuten auf der Insel Lesbos mit großer Freude, Jubel und Ehrerbietung empfangen. Sappho hat den Jüngling Phaon mitgebracht, den sie dem Volk als ihren Geliebten und gleichberechtigten Herren des Hauses vorstellt. Sie lobt ihn als Mann der Tat, an dessen Seite sie ein einfaches und stilles Leben verbringen will. Zuvor hatten sich der schönen und sagenumwobenen Sappho Könige zu Füßen geworfen, die sie jedoch verschmähte. Phaon, der seit seiner Kindheit Geschichten von Sappho erzählt bekommen hatte und nur zu den Olympischen Spielen fuhr, um sie zu sehen, kann das Glück ihrer Nähe und Großzügigkeit kaum fassen. Als er im Garten auf Sapphos Dienerin Melitta trifft, verliebt er sich in das stille Mädchen und erkennt, dass er nur von Sapphos Ruhm angezogen wurde und seine Verehrung keine Liebe war. Sappho hatte Melitta als Kleinkind auf einem Sklavenmarkt gekauft und sie seitdem wie eine Tochter aufgezogen. Als sie hinter den Verrat kommt und erkennt, dass echte Gefühle die Beiden verbinden, bedroht sie Melitta erst mit einem Dolch und will sie später auf die entfernte Insel Chios schaffen lassen. Phaon vereitelt diesen Plan jedoch, indem er das Boot übernimmt, um mit Melitta von der mächtigen Sappho zu entfliehen. Die Landsleute verfolgen das Boot auf Sapphos Gerheiß und bringen das Paar zurück. Melitta bereut ihre Flucht und ihre Untreue, als sie sieht, wie sehr die Trauer und die Verletztheit Sappho verändert haben. Phaon jedoch attackiert sie und beharrt auf seiner Freiheit sich von Sappho abzuwenden, die er als Dichterin schätzt, als Mensch nun aber verachtet. Der Diener Rhamnes beschuldigt Phaon, die von den Göttern gesegnete und einmalig begabte Sappho gebrochen und durch seine Worte und Taten vernichtet zu haben. Als Phaon dies erkennt, bereut er ebenso wie Melitta seine Tat und eilt zu Sappho. Diese hat sich von der Welt bereits abgewendet, wirft alle Symbole ihres weltlichen Erfolges ins Meer und reagiert nicht auf das Paar. Von den Menschen, die sie liebte, enttäuscht, übergibt sie ihr Schicksal den Göttern, als deren Liebling sie galt, und wirft sich, das Paar segnend und ein besseres Leben erwartend, ins Meer.
08
Weh dem, der lügt! ist am 6. März 1838 im Wiener Burgtheater uraufgeführt worden. Grillparzer entnahm den Stoff der Historia Francorum von Gregor von Tours. Das Stück löste nach der Aufführung einen Skandal aus, der Grillparzer bewog, sich von der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Von der Nachwelt wird es als eines der klassischen deutschen Lustspiele angesehen. In gedruckter Ausgabe erschien das Stück im Jahre 1840.

Weh dem, der lügt! spielt in der Zeit der Merowinger. Die komische Handlung basiert auf dem Versprechen des Küchenjungen Leon, die Rettung des von den Germanen gefangenen Neffen des Bischofs Gregor von Chalons durchzuführen, ohne ein einziges Mal zu lügen. Es erinnert an die Ausstrahlung des österreichischen Volkstheaters und an die Tradition des Barock. Das Stück wurde zuerst falsch verstanden, weil Leon sagen darf, was er will. Durch seine kecke Art wird er nicht ernst genommen, auch wenn er die Wahrheit spricht. Wie im Großteil der Dramen Grillparzers werden fünffüßige Jamben verwendet.
09
Das 1831 entstandene Stück Des Meeres und der Liebe Wellen ist voll von seelischen Konflikten und Widersprüchen. Anregungen dazu bekam Grillparzer durch das spätgriechische Epos des Musaios "Hero und Leander", die Heroides des Ovid, Schillers Ballade "Hero und Lenader" und das Volkslied von den zwei Königskindern.

Am Tag der Priesterweihe der jungen Hero im Tempel der Aphrodite findet ein Fest statt, bei dem sich Hero und der aus Abydos stammende Leander ineinander verlieben. Im Dunkel der Nacht schwimmt Leander durchs Meer zu Hero, wobei ihm Heros Lampe zur Orientierung dient. Der Tempelhüter beobachtet die beiden bei ihrem nächtlichen Treffen und erzählt dem Tempelpriester, der zugleich Heros Onkel ist, davon. Bei Leanders zweitem Versuch, verlöscht die Lampe Heros, was für den jungen Mann den Tod bedeutet. Am nächsten Morgen findet sie ihn tot am Strand, von den Wellen des Meeres an die Küste gespült. Leanders Tod ist als Strafe der Götter zu sehen, weil er durch die Liebe zu einer Priesterin die gesetzten Grenzen missachtete.
10
Franz Grillparzer: Ein Bruderzwist in Habsburg. Trauerspiel in funf Aufzugen Entstanden zwischen 1825 und 1848. Erstdruck: Stuttgart (Cotta) 1872. Urauffuhrung am 24. 9. 1872 in Wien. Vollstandige Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2015, 2. Auflage. Textgrundlage ist die Ausgabe: Franz Grillparzer: Samtliche Werke. Ausgewahlte Briefe, Gesprache, Berichte. Herausgegeben von Peter Frank und Karl Pornbacher, Munchen: Hanser, [1960-1965]. Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgefuhrt. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Joseph Heintz d. A., Rudolf II., 1594. Gesetzt aus Minion Pro, 11 pt."